SEMINAR

Das 1x1 der Bewertungsmatrizen (2-tägig)

Das 2-tägige Seminar behandelt die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots nach den deutschen, österreichischen sowie den EU-Vergaberechtsregeln und geht auf die aktuelle europäische (EuGH) sowie die deutsche und österreichische Rechtsprechung ein.
Statt Mythen lernen Sie die Vor- und Nachteile von verschiedenen Bewertungsmethoden und Punkteskalen kennen und verstehen aufgrund von mathematischen Zusammenhängen und anschaulichen Visualisierungen, welchen Einfluss diese auf das Zuschlagsergebnis haben. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden verschiedene Bewertungsmethoden, Kriterien, Gewichtungen und Benotungssysteme angewendet und so gemeinsam mit den Teilnehmern unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung eine „Best Practice“ für den Vergabealltag entwickelt.

Inhalte

Soll neben dem Angebotspreis auch die Leistungsstärke der Angebote (aus den nichtmonetären Zuschlagskriterien) für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bewertet werden, stellt sich die Frage, welches Mehr an Leistung welches Mehr an Preis rechtfertigt.
Um dies objektiv beantworten zu können, muss die Preis-Leistungs-Bewertung durch eine mathematische Formel, die Zuschlagsformel einer Bewertungsmethode, dargestellt werden. Die Zuschlagsformel berücksichtigt die Angebotspreise in Euro sowie die Leistungsstärke (Qualität, umweltbezogene Kriterien, soziale Kriterien) der Angebote in Leistungspunkten und ermittelt daraus eine Kennzahl, die die Wirtschaftlichkeit (Preis-Leistungs-Bewertung) des Angebots repräsentiert.
Durch eine Bewertungsmatrix können die unterschiedlichen nichtmonetären Zuschlagskriterien, deren Gewichtung und deren Benotung in einer strukturierten Form dargestellt werden. Die Bewertungsmatrix dient damit der Betrachtung und Bewertung der Leistungsstärke der Angebote und liefert als Ergebnis eine Leistungspunktzahl für die Angebote.
Die Wahl der Bewertungsmethode, die Festlegung einer konkreten Punkte- bzw. Notenskala sowie die Auswahl der Zuschlagsformel, die aus dem Angebotspreis und den Leistungspunkten eine Kennzahl für die Zuschlagsentscheidung ermittelt, ist in der Regel kein neutraler Vorgang, sondern hat Einfluss auf die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, und letztendlich kann sich dadurch entscheiden, welches Angebot den Zuschlag erhält. Zwischen Zuschlagsformel, Notenskala und Gewichtung bestehen Wechselwirkungen, sodass eine isolierte Betrachtung der Gewichtung von Preis und Leistung nicht der wahren Gewichtung entspricht.
Das Seminar behandelt:
  • Wirtschaftlichkeit, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, Bestbieterprinzip
  • Auswahl der geeigneten und zulässigen Zuschlagskriterien
  • qualitative, soziale und umweltschutzbezogene Zuschlagskriterien
  • harte und weiche Kriterien, Validität und Zuverlässigkeit von Zuschlagskriterien
  • Gewichtung von Kriterien mittels absoluter versus relativer Gewichtung
  • scheinbare Gewichtung versus wahre Gewichtung
  • Bestimmung der geeigneten Gewichtung
  • Punkteskalen: metrische, quasimetrische und nichtmetrische Skalen und deren Verwendung
  • Der Einfluss von Punkteskalen und Zuschlagsformeln auf die Gewichtung
  • Auswahl der geeigneten Notenskalen
  • Bewertung mittels Rating/Scoring, relativer Bewertung und Ranking
  • objektive und subjektive Bewertungen
  • Spielräume und Grenzen, typische Fehler und deren Vermeidung
  • Alibi-Kriterien/Feigenblatt-Kriterien und deren Vermeidung
  • Gremienentscheidungen/Kommissionsentscheidungen, Teststellungen, Präsentationen
  • Anforderungen an die Transparenz
  • Anforderungen an Bewertungsmatrizen, Aufstellen von optimalen Bewertungsmatrizen
  • Zuschlagsformeln-Preisumwandlungsformeln: Lineare Interpolationsmethoden, Preisquotientenmethoden, Mittelwertmethoden
  • Zuschlagsformeln-Verhältnisformeln: einfache Richtwertmethode, erweiterte Richtwertmethode, Potenzwertmethode
  • Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

Lebendiges Seminar statt trockener Theorie

Kleine Gruppen lassen Zeit für Fragen und Diskussionen, so dass das Seminar Workshop-Charakter haben. Aktuelle Beispiele und Tipps aus der Praxis sowie eine anschauliche und realitätsbezogene Darstellung sorgen für eine lebendige und kurzweilige Schulung.

Der großzügige Seminarraum mit Tageslicht sorgt für eine angenehme Lernatmosphäre.

Die umfangreichen Seminarunterlagen als PDF erlauben auch nach dem Seminar einen schnellen und einfachen Zugriff auf die gesuchten Informationen.

IHR REFERENT

Thomas Ferber

Diplom-Mathematiker und Wirtschaftsjurist (Master of Laws – LL.M.)

Diplom-Mathematiker und Wirtschaftsjurist (Master of Laws – LL.M.) und früherer langjähriger Key-Account-Manager für den Geschäftsbereich Forschung und Lehre bei Sun Microsystems mit der Sonderaufgabe Vergaberecht. Autor mehrerer Bücher und Zeitschriftenaufsätze zum Vergaberecht und regelmäßiger Referent zu vergaberechtlichen Themen. Mit seiner Firma Praxisratgeber Vergaberecht Thomas Ferber e.K. vermittelt er seit 2010 mit der Buch- und Seminarreihe „Praxisratgeber Vergaberecht“ komplexe Sachverhalte des Vergaberechts verständlich und praxisorientiert. Mit seinem Buch „Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren“ hat er das Standardwerk zum Thema Bewertungssysteme im Vergaberecht geschrieben. Seine Masterarbeit im Wirtschaftsrecht mit dem Thema „Nachhaltigkeit als Zuschlagskriterium zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots“ wurde als herausragende Arbeit mit der Note 1,0 bewertet.

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Seminartyp

Aufbauseminar


Teilnehmerkreis

Auftraggeber, Beschaffer der öffentlichen Hand, Fachabteilungen, Planer und Beratungsunternehmen sowie Rechtsanwälte, die zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots Bewertungsmatrizen aufstellen müssen.
Bieterunternehmen, die zur Erstellung des optimalen Angebots Bewertungsmatrizen verstehen wollen.
Das Seminar richtet sich an deutsche und österreichische Auftraggeber und Bieter gleichermaßen.


Vorkenntnisse

Grundkenntnisse im Vergaberecht sind notwendig.


Zeiten

09:30 – 17:00 Uhr


Teilnahmegebühr

1200,- € zzgl. MwSt.


Teilnehmeranzahl

max. 25


Inklusive

Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
2-tägiges Präsenzseminar,
umfangreiche Unterlagen elektronisch als PDF,
eine Kurzzusammenfassung mit den wichtigsten Fakten und Praxishinweisen als PDF und in Papierform,
Muster-Bewertungsmatrizen (Blaupausen) als Excel-Dateien sowie
ein Dokument Best-Practices für die optimale Bewertungsmatrix,
Pausengetränke und Mittagessen,
sowie eine Teilnahmebescheinigung

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Mein Qualitätsversprechen

Diese Punkte sind mir für jedes Präsenzseminar wichtig:

  • Durchführungsgarantie (das Seminar findet auch bei geringer Teilnehmerzahl statt)
  • kleine Gruppen
  • Zeit für Fragen und Diskussionen
  • Aktuelle Beispiele und Tipps aus der Praxis
  • Angenehme Lernatmosphäre durch großzügige Seminarräume mit Tageslicht
  • Umfangreiche Seminarunterlagen als PDF
  • Gute Anbindung der Seminarhotels an die öffentlichen Verkehrsmittel
  • Gute Erreichbarkeit der Seminarhotels auch mit dem PKW
Inhouse-Seminare

Ich biete dieses Seminarthema auch als Inhouse-Seminar an

Für alle, die ein individuelles Seminar maßgeschneidert haben möchten, bieten sich meine Inhouse-Seminare an. Sie bestimmen den Seminarinhalt, den Seminartermin, die Seminardauer sowie den Seminarort.